☋ Südknoten
Der Mond-Südknoten steht immer 180° zum Nordknoten – beide bilden eine Achse, die das Geburtshoroskop durchquert. Wie der Nordknoten ist es ein mathematischer Punkt (kein Himmelskörper), der aus der Schnittmenge der Mond- und Sonnenbahnen berechnet wird. In der modernen Astrologie repräsentiert er das, was natürlich kommt: Begabungen, Reflexe, erworbene Einstellungen. Komfortabel, aber manchmal zu vertraut, kann er zu einem Ort des Rückzugs statt der Entwicklung werden. Sein Zeichen und sein Haus beschreiben, was man bereits beherrscht, manchmal im Übermaß.
In der hellenistischen Tradition wird der Südknoten Katabibazon („derjenige, der absteigt“) oder Drachenschwanz (☋) genannt. Er wird als „schwachsichtig“ oder einschränkend betrachtet: Planeten in Konjunktion mit ihm können geschwächt oder destabilisiert werden, und Situationen, die mit seinem Zeichen verbunden sind, erfordern mehr Anstrengung. Diese Deutung ist in der zeitgenössischen Astrologie nuanciert, wo der Südknoten eher als ein zu integrierendes Erbe denn als ein zu vermeidendes Hindernis gesehen wird.
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